Hat Olten Speck angesetzt? Keine Spur! Ja zum Budget 2014

19.02.2014 / Leserbrief

In den Jahren der üppigen Steuereingänge habe Olten Speck angesetzt, wird da und dort behauptet. Die Verwaltung sei zu grosszügig ausgebaut worden, und das könne man nun ohne weiteres wieder abbauen. Doch stimmt es überhaupt? Ein Vergleich zwischen 2007 und heute zeigt: Nein, keineswegs! Nach den Stellenkürzungen, die der Stadtrat im letzten Herbst bereits beschlossen hat, arbeiten heute sogar weniger Leute in der städtischen Verwaltung als zu Beginn des grossen Geldsegens: Es sind noch knapp 171 Vollzeitstellen, 4 weniger als vor sieben Jahren. Nicht mitgezählt sind die Stellen der Sozialregion, welche nach kantonalen Vorgaben zu besetzen sind. In dieser Zeit ist die Bevölkerung von Olten angewachsen, es sind neue Aufgaben hinzugekommen und die Bautätigkeit ist sichtbar höher. Um die Dienstleistungen der Stadt sicherzustellen, müssen also schon jetzt weniger Leute mehr leisten. Hinzu kommt: Das Personal ist keineswegs ein kostentreibender Faktor. Die Besoldungsrevision brachte zwar für gewisse Aufgabenfelder eine Lohnaufbesserung. Aber die Angestellten haben in den letzten Jahren  mehrmals auf den Teuerungsausgleich verzichten müssen, auch beim jüngsten Jahreswechsel. Und zudem hat die Parlamentsmehrheit auf Antrag des Stadtrates die Betreuungszulagen gestrichen, die bis Ende Jahr jenen zustanden, die für Kinder oder zu pflegende Angehörige im Haushalt sorgten. Fazit: Das Geschwätz vom Abspecken ist unhaltbar und beleidigend. Olten braucht jetzt ein Ja zum Budget, alles andere dient für nichts und niemanden. Unsere Stadt muss wieder Tritt fassen können.

Felix Wettstein, Olten, Kantons- und Gemeinderat Grüne

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