Pendlerabzüge sind sozial und ökologisch unsinnig

Leserbrief Zu saldo Nr 3/2015, Editorial und Artikel Seite 12

Ich bin sehr erstaunt, dass saldo die Pendlerabzüge verteidigt. Wer zum Beispiel ein jährliches Nettoeinkommen von 45’000  Franken hat und pendeln muss, bezahlt das volle öV-Abonnement oder die Vollkosten von 70 Rappen pro Autokilometer, und zwar bei jeder Länge des Arbeitsweges. Wer jedoch 300’000 Franken Haushalteinkommen erzielt, zahlt heute nur etwa 50 Rappen pro Autokilometer oder hat das Abonnement um ein Viertel subventioniert. Die Erklärung ist einfach und heisst Steuerprogression. Abzüge auf dem Reineinkommen nützen den Menschen mit kleinen Löhnen rein gar nichts und den Bestverdienenden überproportional viel. Mit dieser Ungerechtigkeit müssen wir endlich aufräumen – beim Pendeln auch aus ökologischen Gründen.

Felix Wettstein, Olten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.