Die Unterführung Hammer nützt allen

Wenn im Oltner Parlament oder in den Medien von der Personenunterführung Hammer die Rede ist, könnte man meinen, eine solche Verbindung würde allein den Quartierbewohnern in Olten-Südwest dienen. Das ist weit gefehlt. Eine Fuss- und Veloverbindung unter dem Perron hindurch und dann als Überführung über die ERO hinweg nützt allen. Der neue Ausgang aus dem Bahnhof Hammer eröffnet direkte Verbindungen zum Beispiel zu den Sportanlagen im Kleinholz. Mit der Bahn an den Hockeymatch, zum Training oder zu Karls Kühne Gassenschau! Für „tout Olten“ wäre die Unter-/Überführung das Tor zum attraktiven Naherholungsgebiet an der Dünnern. Das Gewerbe im Hammerquartier würde immens davon profitieren, dass jetzt schon Hunderte, bald mehr als Tausend neue Kundinnen und Kunden in Fussdistanz wohnen. Heute setzen sich diese in der Regel ins Auto – und fahren dann leider zur Stadt hinaus. Die Unterführung würde den Bahnhof Hammer selbst aufwerten. Für die SBB ergibt sich die Möglichkeit, den Regio-Express von bzw. nach Aarau-Brugg-Wettingen bis zur Station Hammer zu führen und dort zu wenden. Heute steht er nämlich während elf Minuten im Hauptbahnhof herum: Die Zeit würde für den zusätzlichen Abstecher längstens reichen! Die Quartiere Schöngrund und Solothurnerstrasse hätten neue Zugsanschlüsse. Und zudem wäre es schlagartig attraktiver, im Quartier Südwest jenes Baufeld zu bebauen, das nun zwischen ERO und der realisierten Wohnsiedlung brach liegt. Strassenseitig müssten es Arbeitsplatznutzungen sein, aber solche entstehen erst, wenn es den direkten Bahnhof- sowie den Stadtzugang gibt. Zusammengefasst wäre genau dies im besten Sinn des Wortes „bürgerliche“ Politik: eine Politik, die allen Bürgerinnen und Bürgern etwas bringt.

Felix Wettstein, Olten, Gemeinde- und Kantonsrat

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