Sicherheit und Lebensraum schützen – Nein zur weiteren Gotthard-Röhre

Ich bin für Sicherheit. Und ich bin für ein lebenswertes Tessin, das nicht abgeschnitten ist. Genau deswegen sage ich Nein zur zweiten Autobahn-Gotthardröhre. Für die Sicherheit bringt der Lastwagenverlad auf die Bahn mit Abstand am meisten. Ab Ende 2016, wenn die NEAT im Vollbetrieb ist, gibt es für einen Transitlastwagen keinen Grund mehr, die Bergstrecke zu wählen. Für die Tunnelsicherheit hat das Dosierungssystem für Lastwagen seit 2002 schon viel gebracht: Es muss für die Camions aus der Region weiterhin gelten. Inzwischen wissen wir ja, dass die Tunnelsanierung nicht derart pressiert wie die Bundesbehörden zuerst weismachen wollten. Klar, sie wird gelegentlich fällig. Aber sie lässt sich in Etappen realisieren, während der schwach befahrenen Zeiten. Im Winter kann die Verlademöglichkeit reaktiviert werden, genau so, wie es am oberen Lötschbergtunnel heute ohne Probleme klappt. Im Sommer ist das Tessin über die Pässe Nufenen, Gotthard, Lukmanier, San Bernardino gleich vierfach per Strasse mit der Deutschschweiz verbunden, und natürlich mit der alten und neuen Bahnlinie. Niemand wird abgeschnitten, im Gegenteil. Aber die Alpentäler bleiben lebenswert und ersticken nicht im Stau, Lärm, Gestank und CO2-Ausstoss. Das will nämlich niemand. Darum klar und deutlich Nein.

Felix Wettstein, Olten, Kantonsrat Grüne

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