Grüne Wirtschaft stärkt das Erfolgsmodell Schweiz

Replik zum Leserbrief von Dr. Roy Nussmaum, Ausgabe vom 23.8.

Die Volksinitiative „Grüne Wirtschaft“ eröffnet für die Schweizer Wirtschaft grosse Chancen und Potenziale. Hochwertige Arbeitsplätze bekommen einen zusätzlichen Standortvorteil, zum Beispiel in den Branchen Energie, Reparatur, Recycling sowie Life Science (Biotechnologie) und Bildung. Der Kanton Solothurn hat überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze in diesen Sektoren. Die öffentliche Hand wird mit Anreizsystemen die bessere Ressourceneffizienz aktiv fördern, und das verringert unsere Abhängigkeit vom globalen Rohstoffmarkt, zum Beispiel vom Erdöl. Mit Wiederverwertung und erneuerbaren Energien bleibt die Wertschöpfung im eigenen Land. Neue Importstandards werden ökologisch unsinnige Einfuhren verhindern und damit die einheimische Produktion – auch in der Forst- und Landwirtschaft – stärken. Und natürlich werden jene Firmen einen Marketingvorteil haben, die zeigen können, dass sie ihren ökologischen Fussabdruck möglichst bald auf ein erdenverträgliches Mass hinunterbringen. Das nützt auch uns Konsumentinnen und Konsumenten. Interessanterweise haben grosse Konzerne dieses Potenzial erkannt, etwa das bekannte Möbelhaus mit schwedischen Wurzeln. Zur Unterstützung der Initiative hat sich auf nationaler Ebene eine breite Allianz gebildet, der verschiedene Unternehmensvereinigungen angehören. Sie alle bezweifeln nicht, dass das Ziel der Initiative ehrgeizig ist. Wir haben nur eine Chance, es bis in 34 Jahren zu erreichen, wenn wir jetzt einen Zacken zulegen. Darum Ja zur Grünen Wirtschaft: Wir sind es unseren Enkeln schuldig.

Felix Wettstein, Olten, Kantonsrat und Präsident Grüne Kanton Solothurn

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