Mein Vorstoss im Kantonsrat – ambulant statt stationär

Heute können viele klinische Eingriffe und Untersuchungen ambulant durchgeführt werden. Trotzdem werden Patientinnen, Patienten oft noch eine Nacht im Spital “behalten” – was natürlich das ganze verteuert. Wie kann das sein? Ganz einfach: Sowohl das Spital als auch die Krankenkasse haben ein ökonomisches Interesse daran! Denn bei einer Spitalbehandlung muss die Krankenkasse nur 45% der Kosten tragen, bei ambulant jedoch alles. Und das Spital selbst will natürlich ausgelastet sein, sonst rentiert es nicht. Doch wer trägt die Differenz? Wir Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Bei der stationären Behandlung muss nämlich der Kanton 55% der Kosten übernehmen.

Darum habe ich heute im Kantonsrat einen Auftrag eingereicht, der verlangt, was die Kantone Luzern und Zürich vormachen: Eine Liste jener Behandlungen, welche ambulant genauso medizinisch wirkungsvoll, aber eben effizienter und günstiger durchgeführt werden können. Nur wenn besondere Komplikationen nachgewiesen sind, die einen längeren Aufenthalt nötig machen, soll der Kanton seinen Anteil zahlen, sonst nicht. Hier ist mein Vorstoss: 2017_Juni_Auftrag-Wettstein_ambulante-Behandlung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.