Budgetloses Olten: Kultur, Freizeit und Sport trifft es besonders hart

Nun ist es also formell beschlossen: Gegen das Budget soll das Referendum ergriffen werden. Aus Sicht von Pro Kultur Olten ist das fatal. Sollte das Referendum zustande kommen, würde die Stadt Olten für mehr als ein Vierteljahr lahmgelegt. Mindestens bis im April dürften nur gebundene Ausgaben, für die es eine gesetzliche Vorschrift gibt, getätigt werden. Alles andere würde sistiert. Das trifft die Bereiche Kultur, Freizeit und Sport besonders hart, denn in diesen Aufgabenfeldern engagiert sich die Zentrumsstadt Olten aus freien Stücken.
Die Museen dürften keine neue Ausstellung realisieren. Die Bibliothek und die Jugendbibliothek dürften keine Bücher oder Hörbücher anschaffen, die Schulen keine Exkursion durchführen, die soeben eröffnete Jugendarbeit keine Projekte starten. Die Sanierungsarbeiten im Schwimmbad – logischerweise im Winterhalbjahr – würden sistiert. Die Bande rund ums Eishockeyfeld könnte noch nicht ersetzt werden, und der EHCO würde nächste Saison nicht spielen dürfen, weil die alte Bande den Sicherheitsanforderungen nicht genügt. Dabei hat das Gemeindeparlament von Olten ein gutes Budget verabschiedet. Es hat den gut begründeten Antrag des Stadtrates für den Steuerfuss gestützt und zudem weitere Verbesserungen vorgenommen. Die Rechnung geht praktisch auf: 340‘000 Franken Ausgabenüberschuss sind bei insgesamt 111 Millionen eine Punktlandung. Ein besseres Budget wird es nicht geben. Es ist wirklich zu hoffen, dass die Stimmberechtigten keine einzige Unterschrift auf einen Referendumsbogen setzen.

Felix Wettstein, Vorstand Pro Kultur Olten

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